Über mich - Yannick Kayser

Ich bin 1987 in Lahr im Schwarzwald geboren und bin in einer „Tennisfamilie“ großgeworden. Mein Vater war immer ein absoluter Hundegegner. Als ich im Leistungstennis während meines Wachstums stark leitungslimitiert war und dies nicht wie erhofft ausüben konnte, entschieden wir uns als Familie, meinem Herzenswunsch nachzukommen, einen eigenen Hund anzuschaffen. Ich fühlte mich schon immer zu Hunden hingezogen. Zwar hatte ich als Kind großen Respekt vor Hunden, trotzdem hat mich die Faszination immer wieder gepackt und ich suchte zu jeder Möglichkeit den Kontakt zu ihnen.

Im Alter von 14 Jahren war es soweit, ich bekam ohne jegliche Absichten auf Hundesport meinen ersten Hund, eine Labradorhündin ohne Papiere aus Frankreich, Dasca. Mit ihr fand ich den Weg in den Hundesport. Ich ging ganz unbedarft in die Welpenschule nach Friesenheim. Dort legte ich, da ich so viel Spaß an der Unterordnung hatte, viele Male die Begleithundeprüfung ab. Mit der Zeit wurde das jedoch etwas eintönig, und ich fing an Turnierhundesport zu betreiben, genauer gesagt Vierkampf. 2004 wurde ich mit Dasca Deutscher Jugendmeister im DVG, dem Deutschen Verband der Gebrauchshundsportvereine.

Mit der Zeit wuchs das Interesse am Gebrauchshundesport nach der IPO (Internationale Prüfungsordnung) und ich stieg auf diesen um. Ich versuchte zwar mit Dasca die IPO 1 abzulegen, im Schutzdienst scheiterten wir jedoch, hierfür war sie nicht geboren.

In der Blüte ihres Lebens erkrankte Dasca 2005 an Leukämie, in diesem jungen Alter ein Schock für mich! Die Prognose der Tierärzte war eine Lebensdauer von maximal 6 Monaten. Vorweg gesagt, Dasca lebte bis im Sommer 2014!

Jedenfalls wuchs mit der Diagnose die Idee eines weiteren Hundes, mit dem ich dann auch aktiven Schutzhundesport betreiben konnte.

Welche Rasse war schnell klar: der Malinois faszinierte mich schon länger. Diese unermüdliche Arbeitsbereitschaft, die diese Rasse an den Tag legt, war genau das richtige für mich!

Somit besuchte ich 2005 zusammen mit Andrea Manthey ein Seminar von Knut Fuchs in Konstanz. So entstand der Kontakt zu Knut und eine gemeinsame Erfolgsgeschichte. Ende des Jahres bekam ich meine erste Malinois Hündin Indy vom Further Moor. Mit ihr startete ich 2008 zum ersten Mal auf der DVG Bundessiegerprüfung, leider gab es einen Abbruch in C. Ende 2008 begann ich regelmäßig mit Knut zu trainieren, wir wurden ein eingespieltes Team und es gelang uns, Indy vom Further Moor zur Bundessiegerin und Siegerin 2009 der Deutschen Meisterschaft des Deutschen Hundesport Verbands dhv zu machen. Knut und ich arbeiteten akribisch und entwickelten uns immer weiter, gerade im Schutzdienst harmonierten wir besonders. Ende 2011 trennten sich unsere Wege. Was bleibt ist die Erinnerung an eine tolle und wertvolle Zeit!

Ende 2013 startete ich wieder das Training mit Punk, der auch zwangsläufig zwei Jahre pausiert hatte. Inzwischen wurde Benjamin Klöck, mein Helfer, ein fester Bestandteil unseres Teams. Wir harmonierten im Schutzdienst vom ersten Tag an nahezu blind und wuchsen so zu einem für mich einmaligen Team im Schutzdienst zusammen.

Nach dem Sieg der DVG Landesmeisterschaft BW 2015 konnte ich mich für die DVG Bundessiegerprüfung 2016 qualifizieren, welche ich ebenfalls mit Punk für mich entscheiden konnte. Im gleiche Jahr plazierten wir uns noch  als 7. beim DMC Championat und als 8. auf der VDH DM.

Den bisher größten Erfolg konnte ich aber im Jahr 2017 feiern. Nachdem ich den Titel DVG Bundessieger mit Punk erfolgreich verteidigen konnte, sicherte mir der 3. Platz bei den VDH Deutschen Meisterschaften das Ticket für die FCI -IPO Weltmeisterschaft 2017 im eigenen Land. Punk legte eine Traumprüfung hin und wir holten den WM-Title sowohl im Einzel, als auch mit der Mannschaft. Im gleichen Jahr starteten wir auch noch bei FMBB Weltmeisterschaft, welche wir mit einem guten 15. Platz beenden konnten.